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Day Trip zum Kap der Guten Hoffnung und Cape Point

Die Fahrt zur Kapspitze gehört zum absoluten Pflichtprogramm eines Kapstadt Besuchs. An unserem 3. Tag und letzten Tag in Kapstadt ist die Regenfront nahezu vorbei gezogen und die Sonne lässt sich ab und zu blicken. Also auf ans Kap!!!

 

Das südliche Ende der Kap Halbinsel kann mit zwei Spitzen aufwarten, dem Cape of Good Hope (= Kap der Guten Hoffnung) und dem noch etwas weiter südlichen und höher gelegenen Cape Point. Keines von beiden Kaps ist jedoch wirklich der südlichste Punkt Afrikas. Der liegt etwa 140 km weiter Richtung Südosten am Cape Agulhas. Für die frühen Seefahrer war jedoch das Kap der Guten Hoffnung der Wendepunkt. Erst wenn man das "Kap der Stürme“ passiert hatte, hatte man es geschafft.

 

Beide Kaps liegen im Good Hope Teil des Table Mountain National Parks, 13 Kilometer vom Park Gate entfernt. Der Preis pro Erwachsenem lag bei etwas weniger als 20€. Da der Währungskurs aber stark schwankt, am besten auf der Seite von Sanparks vorher nachsehen. Kinder kosten etwa die Hälfte.

Von Kapstadt dauert die Fahrt mit dem PKW in den Nationalpark etwa 1,5 Stunden. Auf der Strecke liegt u.a. das Städtchen Muizenberg mit seinen bunten Strandhäuschen – ein klassisches Fotomotiv - welches sich in jedem Reiseführer findet. Zu gerne hätte ich die Häuschen ebenfalls fotografiert, doch bei der Durchreise erwischt uns ein heftiger Regenschauer, weshalb wir lieber im Auto sitzen geblieben sind.

 

Einen weiteren lohnender Abstecher ist Boulders`s Beach* südlich von Simon`s Town. Hier leben seit 1985 Brillenpinguine in einer von nur insgesamt drei Pinguin-Festland-Kolonien in ganz Südafrika. Da wir Pinguine aber bereits in Betty`s Bay besucht haben und wir uns am heuten Tag mehr Zeit im National Park lassen wollen, geht die die Reise für uns auf direktem Weg weiter zur Kapspitze.

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Wenn man erst einmal das Gate des National Parks passiert hat, endet die Anfahrt etwa 15 Minuten später auf einem großen Parkplatz mit Imbiss und Meerblick. Beim Aussteigen sollte man die freche Pavianherde, welche zwischen den parkenden Autos umher springt, gut im Auge behalten. Baboons sind unglaublich schnell, frech und wir haben auch einmal gesehen wie sie eine ältere Dame versucht haben zu beißen, beim Versuch sie zu vertreiben. Also unter keinen Umständen anfassen!

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Baboon, Pavian at the Cape of Good Hope, Cape Point
Group of Baboons socialising, Gruppe Paviane am Kap der Guten Hoffnung

Die letzten Meter zum Cape Point Peak muss man dann zu Fuß gehen oder aber mit der Zahnradbahn fahren. Diese war bei unserem Besuch allerdings außer Betrieb. Eine Treppe führt über 120 Treppenstufen zum alten Leuchtturm auf dem Cape Point Peak, 250 Meter über dem Meeresspiegel. Von hier aus kann man die Kapspitze und das westlich gelegene Cape of Good Hope sehen. Es hat bei unserem Besuch gerade mal 7°C und ein eisiger Wind pustet uns durch, dieser lässt uns dann auch ganz schnell wieder zum Parkplatz in den Windschatten hinabsteigen. Weiter geht es zum Cape of Good Hope mit dem Auto. Einen Wanderweg gibt es aber ebenfalls, die einfache Gehzeit wird mit etwa 1 Std. angegeben.

Kap der Guten Hoffnung (Südafrika), Cape of Good Hope (South Africa)
Cape of Good Hope, Kap der Guten Hoffnung

Der Nationalpark hat eine reiche Flora und Fauna und ist ein Paradies für jeden Tier-und Pflanzenfreund. Es lohnt sich in jedem Fall sich abseits der gängigen Touristenrouten zu bewegen, das ist auch jederzeit sicher möglich. Im Park gibt es Paviane, Zebras, Antilopen, Strauße, Reptilien sowie über 150 verschiedene Vogelarten. Neo hatte großen Spaß daran aus dem Auto heraus und auch zu Fuß Ausschau nach Tieren zu halten und sie zu fotografieren. Obwohl wir nur einige Paviane und Strauße gesehen haben, war er total begeistert und die Vorfreude auf weitere Game Drives in den kommenden Wochen war geweckt.

Baboon encounter
Vogel Strauss, Table Mountain National Park
Table Mountain National Park

Zurück nach Kapstadt ging es am Nachmittag über den malerisch in den Fels geschnittenen Chapman's Peak Drive. Er verbindet Hout Bay und Noordhoek. Etwa 9 km schlängelt sich der Chapman`s Peak Drive entlang der Hout Bay und windet sich dabei in über 100 Kurven. Immer wieder findet man Parkbuchten an diversen Aussichtspunkten, die einen kurzen Stopp lohnen. Die Strecke ist mautpflichtig, die Maut beträgt aber nur wenige Euro.

Wer keinen Mietwagen hat oder nicht selbst fahren möchte, kann eine nahezu identische Tour* auch von Kapstadt aus buchen.

Chapman`s Peak Drive
Hout Bay, Chapman`s Peak Drive

Unseren letzten Abend in Kapstadt lassen wir bei einem leckeren südafrikanischen Rindersteak im The Butcher Shop & Grill** ausklingen und stoßen auf eine aufregende Weiterreise an. In Südafrika kann man generell sehr gut und vielseitig essen, aber diese Steaks übertrafen all unsere Erwartungen! Drei Daumen hoch!

 

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