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Johannesburg `18

Los geht`s … eine große Reise beginnt. Es ist August 2018 und bereits seit zwei Jahren besteht der konkrete Plan das südliche Afrika gemeinsam zu bereisen. Der Wunsch bestand aber schon viel länger. Kurz nachdem wir 2007 aus Malawi zurückkehrten, planten wir bereits eine Reise durch Botswana, doch dann sind Hauskauf und Adoption „dazwischen“ gekommen. Uns war außerdem wichtig, dass unser Neo bei der Reise alt genug ist an allen Aktivitäten teilnehmen zu können. Ich stelle mir einen mehrstündigen Game Drive (= Pirschfahrt) mit einem Kleinkind eher anstrengend als bereichernd vor, da bin ich egoistisch.

 

Nach einem Jahr Vorbereitung geht es endlich los. Freitagabend steigen wir am Flughafen Stuttgart ins Flugzeug. Mit einem Zwischenstopp in Paris geht es weiter nach Johannesburg. Es ist ein Nachtflug und dank On-Board-Entertainment vergeht die Zeit schnell und wir können auch ein paar Stunden schlafen. In Johannesburg haben wir schon vorab einen Transfer über unsere Unterkunft, das Arum Guest House*, organisiert und werden schon erwartet und freundlich begrüßt. Den ersten Tag lassen wir uns Zeit, kommen erstmal an und gehen am Abend noch die nächste Umgebung zu Fuß erkunden. Uns ist kalt, es hat gerade einmal 14°C und man darf nicht vergessen, wir kommen gerade aus Deutschlands Jahrhundertsommer ... aber die nächsten Tage soll es wärmer werden.

Johannesburg erkunden wir am Folgetag mit dem Hop-on-Hop-off-Bus*. Es ist eine super Möglichkeit, die Stadt selbständig, im eigenen Tempo aber trotzdem sicher zu erkunden. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, wir sind bester Stimmung und sitzen im offenen Bus. Vom Constitution Hill geht’s zum Carlton Centre, dem höchsten Gebäude Südafrikas mit atemberaubendem Blick über diese pulsierende Stadt.

Die Stadt wurde als kleine Goldgräber-Siedlung und Zeltstadt vor gerade mal etwas mehr als 100 Jahren gegründet. Innerhalb von zehn Jahren wuchs sie auf über 100.000 Einwohner heran. Heute leben in der Metropolregion rund 4,4 Millionen Menschen. In Johannesburg ist die noch junge Geschichte der Apartheid allgegenwärtig und es ist kaum vorstellbar, dass hier vor nicht mal 30 Jahren noch ein solch menschenverachtendes Regime herrschte. Wer darüber noch mehr erfahren möchte, dem empfehle ich das Apartheidsmuseum zu besuchen.

Weiter geht’s mit einem Abstecher ins Vergnügungsviertel der Gold Reef City und dann weiter in den grünen Norden der Stadt. Hier befinden sich Rosebank - eine große Shopping Mall - sowie der Johannesburger Zoo, um beides zu besuchen war leider unsere Zeit zu knapp.

Ein eindrucksvoller Tag geht zu Ende und mit dem Uber-Taxi geht’s zurück ins Arum Guest House*.

Noch zu erwähnen sind außerdem die vielen, leckeren Restaurants mit internationaler und moderner Küche, man kann sich kaum entscheiden. Besonders gefallen hat es uns im Bambanani, einem Familienrestaurant in Melville, einem studentisch geprägten Vorort von Johannesburg. Die Küche ist vielseitig (mit wunderbaren Buddha Bowls), es gibt Spielecken und einen super Service. Der Türsteher persönlich passt übrigens auf, dass kein Kind das Restaurant alleine verlässt.

Nach nur 24h sind wir angekommen in einem modernen, lebendigen und bunten Südafrika. Es war Liebe auf den ersten Blick und wir sind voller Vorfreude auf die kommenden Wochen!

 

Nach diesem kurzen Zwischenstopp haben wir nur einen kleinen Teil von Johannesburg gesehen, doch für uns geht es am nächsten Tag schon wieder zum Flughafen und damit weiter in Richtung Kapstadt ...

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